Allgemein Anne erzähl doch mal

Hausgeburt oder Geburt im Krankenhaus?

Hausgeburt oder Geburt im Krankenhaus?

Vorab gesagt-nein ich bin nicht schwanger 😉

Immer öfter höre ich das die Geburten im Krankenhaus gar nicht schön sind daß man zu Kaiserschnitten gedrängt wird daß man zu einer PDA gedrängt wird usw..Das hat mich nachdenklich gemacht, ist es wirklich so anders als zu der Zeit als ich meine Kinder bekommen habe? Meine Kinder sind 1991 und 1994 geboren, beide im Husumer Krankenhaus oder wie es heute heißt: Klinikum Nordfriesland.

Ich muss ganz ehrlich sagen mit dem heutigen Wissen und der Weiterentwicklung meiner Person kann ich mir gut vorstellen, daß ich heute auch eine Hausgeburt anstreben würde. Zum Thema Hausgeburt haben meine lieben Freunde Catherine und Denis von Vegan Feeling sehr interessante Videos hochgeladen.

Ich habe meine Tochter mit 18 Jahren bekommen.Pünktlich zum errechneten Entbindungstermin wachte ich morgens um 6:00 Uhr mit leichten Wehen auf und ging kurz darauf in die Badewanne. Die Wehen wurden immer stärker  das war für mich ein Zeichen dafür das es losgeht. Ich hatte damals kein Handy mit dem ich die Abstände der Wehen messen konnte,das habe ich mit Gefühl und  meiner ganz normalen Armbanduhr gemacht. Um neun Uhr morgens hatte ich alle 2 Minuten Wehen und habe mir ein Taxi bestellt, mein Mann und ich sind ins Krankenhaus gefahren. Hier bin ich immer noch meiner Schwester dankbar- sie hat ihr 1. Kind ein halbes Jahr vor mir bekommen und mir geraten erst ins Krankenhaus zu fahren wenn die Wehen alle 2 Minuten kommen 🙂 Um 9:15Uhr sind wir im Krankenhaus angekommen ich hatte sehr nette liebevolle Hebammen und Ärzte vor Ort um 11:57 Uhr wurde meine Tochter geboren. Ich habe keine PDA gehabt man hat mich liebevoll umsorgt mit mir ruhig geredet mir die Badewanne angeboten usw. Für mich mit meinen 18 Jahren eine sehr schöne Erinnerung und eine absolut unkomplizierte Geburt.

Bei der Geburt meines Sohnes war ich 21 Jahre jung. Zu dem Zeitpunkt lebte ich von meinem Mann getrennt und habe meinen Sohn alleine bekommen. Mittags holte mein Mann unsere Tochter ab weil er mit ihr den Nachmittag verbringen wollte, ich spürte leichte Wehen und sagte meinem Mann, das ich davon ausgehe daß die Geburt heute losgeht, das war 10 Tage vor errechnetem Entbindungstermin.Um kurz vor 14 Uhr bin ich alleine unter immer stärker werdenden Wehen ins Krankenhaus gelaufen. Es waren nur ca. 500 m aber unter Wehen und alleine kam es mir wie 5x so weit entfernt vor.Ich kam in den Kreißsaal und wurde wie auch bei meiner ersten Geburt liebevoll umsorgt und empfangen. Mein Sohn hatte aber keine Lust auf die Welt zu kommen und somit habe ich die Nacht im Kreißsaal verbracht bei gedimmten Licht mit einer lieben Hebamme die immer wieder nach mir schaute und mir auch übers Gesicht streichelte und für mich da war. Ich erzählte ihr von der Trennung vom Vater der Kinder und das ich zwar alleine aber glücklich war. Die Nacht verlief relativ ruhig,die Wehen wurden immer weniger und dann am nächsten Morgen wieder stärker. Vielleicht wollte mein Sohn  daß ich nochmal Kraft für die Geburt schöpfen konnte 😉 Der behandelnde Chefarzt meiner vorherigen Geburten- ja Geburten dazu ein anderes Mal mehr-!!versprochen!!- kam mittags in den Kreißsaal und sagte die Patientin hat Probleme mit der Fruchtblase also wurde mir die Fruchtblase gesprengt, danach ging alles ganz schnell, nach 3 Presswehen und 25 Stunden später hielt ich meinen gesunden Sohn im Arm.Ja , 25 Stunden später!!! Und auch diese Geburt ohne PDA.Und das nach der kurzen tollen Geburt meiner Tochter. Ich hatte so unglaublich viel Fruchtwasser dadurch verzögerte sich die Geburt. Mir wurde Bescheid gesagt wann das Köpfchen kommt und ich kam hoch und sah wie mein Sohn auf die Welt kam. Ein unglaublich schöner Augenblick den ich nie vergessen werde.

Ich hatte also für mich und mein Gefühl zwei völlig unterschiedliche Geburten, aber ich hatte nie das Gefühl zu etwas gedrängt worden zu sein oder ähnliches. Vielleicht laufen die Geburten in Krankenhäusern heute anders ab ich weiß es nicht vielleicht geht man mit mehr Angst zu einer Geburt,vielleicht ist man durch die sozialen Medien zu informiert, stellt hohe Ansprüche die nicht erfüllt werden können.

Aber eins wollen wir doch alle-egal ob Krankenhausgeburt oder Hausgeburt- eine unvergesslich schöne relativ schmerzfreie Geburt und ein harmonisches, liebevolles Kennenlernen des neuen Familienmitglieds ❤️

 

Alles Liebe,Anne

 

*Fotos von Canva.com

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